Erich Kästner “sachliche Romanze”
vom Autoren gelesen 1961 in München Eine wirklich sachliche “Romanze” Vergleichsrezitation von Konstantin Wecker Link: de.youtube.com Vergleichsrezitation: Ulrich Matthes Link: www.youtube.com Vergleichsrezitation: Fritz Stavenhagen mehr deutsche Lyrik zum hören: www.deutschelyrik.de oder bei Facebook: www.facebook.com Link: www.youtube.com Text: Als sie einander acht Jahre kannten (und man darf sagen: sie kannten sich gut), kam ihre Liebe plötzlich abhanden. Wie andern Leuten ein Stock oder Hut. Sie waren traurig, betrugen sich heiter, versuchten Küsse, als ob nichts sei, und sahen sich an und wußten nicht weiter. Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei. Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken. Er sagte, es wäre schon Viertel nach Vier und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken. Nebenan übte ein Mensch Klavier. Sie gingen ins kleinste Café am Ort und rührten in ihren Tassen. Am Abend saßen sie immer noch dort. Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort und konnten es einfach nicht fassen. Bild 1: Jean Béraud Bild 2: Edouard Manet Bild 3: Alfred Heney Maurer Bild 4: Portrait Erich Kästner aus sachliche Romanzen Deutsche Grammophon Literatur
Video Bewertung: 4 / 5
Gepostet in Selbständiger lerner

29.01.2012 um 04:01
also ich finde es perfekt gesprochen. wenn man es im hintergrund hört, klingt es wie ein text, nur wenn man zuhört merkt man dass es sich reimt. ich find das klasse!
29.01.2012 um 04:24
@wortlover Das klingt zwar schön einfach, aber stimmt so nicht!!! Erich Kästner ist schließlich kein professioneller Rezitator oder Schauspieler. Deshalb sollten wir seine Interpretation (“gelangweilt” etc.) nicht überbewerten.
Übrigens: wir können das Gedicht “gut oder schlecht” finden. Wir können aber versuchen, noch viel mehr darin zu finden als nur unseren Gedichte-Geschmack!
29.01.2012 um 04:55
@FrlvonPonynesien genau! Ausserdem sagt der Titel doch schon alles: SACHLICHE Romanze.
Wenn man sachlich bleibt, dann hört sich das nun mal so an.
peace
29.01.2012 um 05:40
so ein trauriges gedicht.. aber wunderschön!
29.01.2012 um 06:15
Die Sprechweise ist BEABSICHTIGT .. es handelt sich nämlich um Erich Kästner selbst und das Gedicht heißt ja nich umsonst ‘Sachliche Romanze’ . Mit ein bisschen Nachdenken, müsste man da eigendlich auch selbst drauf kommen !!
Ich find das unglaublich gut vorgetragen und empfinde seine Stimme als sehr angenehm. Wir haben mal versucht, das nachzumachen, so emotionslos vorzulesen und die Stimme wirklich nur dann zu senken, wenn man am Satzende angekommen ist. Das ist echt gar nicht so einfach!
29.01.2012 um 06:43
@WeLikeEkici der Sprecher ist der Autor, Erich Kästner, selbst! Also kann er wohl kaum “dumm” sein.
29.01.2012 um 07:34
@WeLikeEkici Schon mal auf die Idee gekommen, dass das Absicht ist? Dass Kästner, der sein Handwerk verstand, eben deshalb so nebensächlich betont hat, um die Banalität der Beziehung darzustellen?!
29.01.2012 um 08:31
Ich genieße seine ruhige Stimme – sie lässt Raum für dEn InHaLt
29.01.2012 um 09:24
@WeLikeEkici
Das ist die Rezitation von Erich Kästner selbst. Der Autor weiss am Besten wie er SEIN Gedicht betonen und sprechen will.
Wir können das gut oder schlecht finden. Nur . . . das bleibt unsere Empfindung. Kästner hat recht. Er ist der, der das Gedicht schrieb, darum . . . allein darum schon .
29.01.2012 um 10:21
das gedicht is echt gut… aber der Sprecher is dumm…manchmal geht die stimme so hoch was gar nicht passt
29.01.2012 um 10:34
klasse ! gelesen von erich kästner- präzise und kühl
29.01.2012 um 10:48
ohman.. Lehrer’s Liebling… wie oft ich das schon interpretieren sollte. Aber ich mag es einfach.
29.01.2012 um 11:11
damit kann man das gedicht gut auswendig lernen
29.01.2012 um 11:30
Durch Kästners Rezitierweise gewinnt dieses Gedicht, welches zu meinen liebsten gehört, unheimlich viel Ausdruck. Auch gefällt mir der Klang Kästners Stimme.
29.01.2012 um 12:28
stimmt
schlechter sprecher
29.01.2012 um 13:17
Ich find’s gut gelesen, aber von Dieter Mann ist’s auch nicht schlecht.
29.01.2012 um 14:11
So ist es wohl. Und den Abgrund der Situation kann man eigentlich erzählerisch gar nicht angemessen darstellen. Udo Lindenberg macht aber in großartiger Weise das Geniale an dem Gedicht, nämlich die so lapidar erzählte Tragik, akustisch (einzige mir bekannte Vertonung).
29.01.2012 um 14:25
Das gedicht haben wir jetzt in Deutsch
29.01.2012 um 14:45
@wortlover
wirklich super! wo hast du denn die aufnahmen her? schallplatte?
oder bleibt das ein geheimnis ^^
wenn du noch mehr vertonungen hast, teile sie doch bitte mit uns
kann dir eine schöne zusammenstellung empfehlen:
Titel: Wir haben der Welt in die Schnauze geguckt
Verlag: Atrium
ausgewählt von Peter Rühmkorf
29.01.2012 um 15:06
Es ist wunderbar gelesen.
Die Rilkeprojekt-Grütze hat uns die Ohren verklebt, und wir sind offenbar taub für Zwischentöne.
Less is more, und dieser Satz ist wahr.
29.01.2012 um 15:28
*sarkasmus an*Du wirst es kaum glauben: Er hat es sogar geschrieben… *sarkasmus aus*
29.01.2012 um 16:00
KLASSE!
29.01.2012 um 16:47
hat das echt erich kästner gelesen ?
29.01.2012 um 17:11
Das ist die neue Sachlichkeit! Ich finds großartig gelesen!
29.01.2012 um 18:04
Ich glaube die gelangweilte Vortragsweise ist beabsichtigt, um den Inhalt (nämliche die gegenseitige Entfremdung eines Liebespaars) fühlbar zu machen.